Schlossberghof im Frankenwald

Schlossberghof

Hofporträts mit dem Blauen Gockel: der Schlossberghof im Frankenwald

Marktrodach - Frankenwald

(24.06.2021)

Marktrodach - Ruhe, Abgeschiedenheit, Naturerlebnis: Die Idee, die hinter dem Schlossberghof in der Nähe von Kronach steckt, ist es, Feriengästen ein bewussteres Leben anzubieten. „Wir alle können nur mit der Natur, nicht gegen die Natur leben“, sagt Hausherr Erwin Martini. „Und das versuchen wir hier beispielhaft vorzuleben.“ In der Waldidylle des Schlossberghofs im Frankenwald finden Feriengäste vor allem eines: Seelenruhe.

Erwin Martini betätigt sich als eine Art „fränkischer Noah“. Sein Schlossberghof ist nämlich nicht nur Bioland-Bauernhof, sondern auch eine Art moderner Arche. „Wir versuchen, unseren Beitrag zu einer Landwirtschaft im ökologischen Sinne zu leisten – und zur Artenvielfalt“, sagt der Biobauer. „Wir haben viele Tiere, meist alte Landrassen, die vielleicht dem Untergang geweiht wären.“

Der Schlossberghof liegt an einem Bergsporn an der sogenannten „Fränkischen Linie“ in der Nähe von Kronach. Vor tausend Jahren stand hier eine Burg, die aber im Markgrafenkrieg (1552–1554) durch die Bamberger zerstört wurde. „Die Burggraben sind hinter der Scheune noch gut sichtbar“, sagt der Hausherr und zeigt sein Reich. Die Martinis leben bewusst (Holzheizung, Solarthermie, Photovoltaik), beziehen möglichst wenig Produkte fremd, sind auf dem Weg zur Selbstversorgung, betreiben traditionelle – also wertbewahrende – Landwirtschaft. Schafe, Ziegen, Gänse, Laufenten, Hühner wuseln über den Bergsporn, der 200 Meter über dem Ort Seibelsdorf im Frankenwald thront. Eine junge Brasilianerin kümmert sich um die Tiere. Eine sogenannte „Wwooferin“. Wwoof bedeutet: Word-Wide Opportunities on Organic Farms. Junge Leute aus der ganzen Welt leben in der Familie, sammeln reichhaltige Erfahrungen und helfen mit, wo es nötig ist. „Wir hatten schon über 200 Wwoofer hier“, erzählt Erwin. Ob Wwoofer oder Feriengast – um den Familienanschluss kommt hier keiner herum! Arche auf fränkisch eben.

„Die meisten unserer Gäste sind sehr begeistert“, erzählt Erwin. „Sie sagen, so eine Idylle kann man sich gar nicht mehr vorstellen.“ Oft kommen Familien hierher, weil die Eltern ihren Kindern das echte Landleben mit lebendigen Tiere – und Umweltbewusstsein – vermitteln möchten. Wer braucht bei Tierkindern noch einen Fernseher? Keiner! Aber Erwin gibt auch zu bedenken: „Wenn einen das Vogelgezwitscher stört, dann ist man hier am Schlossberghof fehl am Platz.“

Die Martinis vermieten seit über 25 Jahren Ferienwohnungen. Sie heißen „Adlerhorst“, „Finkennest“, „Spechthöhle“ und „Taubenschlag“. Ob 24 oder 62 Quadratmeter – die vier Ferienwohnungen sind allesamt einfach, aber gemütlich. „Man kann auch das ganze Haus mieten“, sagt Martini. „Das wird gerne für Familienfeiern genutzt. Wenn die einen aus München, die anderen aus Norddeutschland kommen, liegen wir in der Mitte.“ Und bieten Naturidylle mit Tiefenentspannungsgarantie. In wenigen Minuten kann man die Radspitze (678 m) erwandern, einen Panoramagipfel mit Aussichtsturm. Hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf eine Kulturlandschaft, die der Mensch im Laufe von tausend Jahren erschaffen hat. Das gilt es zu bewahren. Erwin und Petra Martini versuchen es im Kleinen. „Man kann als kleiner Bauer etwas für die Natur tun. Man muss nur sehen, dass man das natürliche Gleichgewicht erhält“, sagt Erwin Martini. „Das ist uns ein Lebensanliegen!“

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